Superfood Kritik: Die Pros und Kontras rund um die Vitaminbomben

Oktober 09, 2019

Superfoods in der Kritik – Maluwa Superfoods

Im Jahr 2016 haben wir Deutschen 45-mal mehr Geld für Superfoods ausgegeben als im Jahr 2014. Doch mit dem florierenden Markt der Trend-Foods wachsen auch die kritischen Stimmen.

Wir von Maluwa erklären, was Superfoods sind und wie sie sich von Nahrungsergänzungsmitteln unterscheiden. Außerdem verraten wir, welche Pro- und Kontra-Argumente die Superfoods von Avocado bis Sojamilch begleiten.

Superfoods: Keine einheitliche Definition

Jeder spricht über sie: Der Begriff „Superfood“ ist zu einem echten Trendwort geworden. Das Oxford English Dictionary beschreibt Superfoods als „ein nährstoffreiches Lebensmittel, das für die Gesundheit und das Wohlbefinden als besonders förderlich erachtet wird.“ Doch eine feste Definition dafür, was Lebensmittel zu Superfoods macht, gibt es noch nicht.

Suchen wir ein wenig weiter, beschreibt das Merriam-Webster Wörterbuch Superfoods als „ein äußerst nährstoffreiches Nahrungsmittel vollgepackt mit Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen, Antioxidantien und/oder Phytonährstoffen.“ Hier finden wir jedoch keine Verweise auf die gesundheitlichen Auswirkungen des Superfoods.

Wir von Maluwa verstehen unter Superfoods eine Mischung aus beiden Definitionen. Uns ist wichtig, dass unser Moringa dein Wohlbefinden steigert und das schafft es, durch seine ganz besondere Vielfalt aus Vitaminen, Spurenelementen, Proteinen, Mineralien und Aminosäuren. 

Superfoods versus Nahrungsergänzungsmittel – Alles das Gleiche?

Bei Superfoods handelt es sich um vollwertiges Gemüse und Früchte. Sie können aber auch tierischen Ursprungs sein, so zählen auch Eier und Fisch zu ihnen. Im Unterschied zu Nahrungsergänzungsmitteln beinhalten sie nicht nur ausgewählte Vitamine oder Spurenelemente, sondern bilden eine Einheit, die den Körper gleich mit mehreren Nährstoffen versorgt. Daher haben sie mit pflanzlichen oder tierischen Nahrungsergänzungsmitteln, die meist nur Vitamine und Spurenelemente einer Art in hoher Konzentration erhalten, nichts zu tun.

Aufgrund der angepriesenen gesundheitlichen Auswirkungen der Superfoods, lassen sie sich zu hohen Preisen verkaufen. Der Trend von Superfoods erweckt aber auch schwarze Schafe. Um sie zu relativ günstigen Preisen zu verkaufen, werden sie in Massen kultiviert und mit Chemie, wie Unkrautvernichtern, behandelt. Das spart zusätzliche Arbeitskräfte und treibt die Gewinnspanne in die Höhe. 

„Superfoods haben mit pflanzlichen oder tierischen Nahrungsergänzungsmitteln, die meist nur Vitamine und Spurenelemente in hoher Konzentration erhalten, nichts zu tun.“

Außerdem bekommen wir Superfoods vermehrt in Kapsel- oder Pulverform angeboten. Dabei warnt die Verbraucherzentrale vor möglichen gesundheitlichen Risiken, denn die Isolierung und Konzentrierung der toxischen und reizenden Stoffe, die viele Superfoods verunreinigen, können zu gesundheitlichen Risiken führen.

Unser Tipp: Achte beim Kauf von Superfoods darauf, dass du die Produkte in Rohkost-Qualität und mit ausgezeichnetem Bio-Siegeln kaufst.

 Superfoods sind keine Nahrungsergänzungsmittel – Maluwa SuperfoodsSuperfoods sind vollwertige Nahrungsmittel.

Superfoods in der Kritik

Ein potenzielles Superfood wird im Labor auf seine Zusammensetzung untersucht. Besitzt es überdurchschnittlich viel eines Makro- oder Mikronährstoffes steht sein Titel fest: Superfood. Diese Kategorie hat jedoch auch Kritiker auf den Plan gerufen. Sie setzen vor allem an zwei Punkten an:

  1. Wirksamkeit: Die Inhaltsstoffe eines Superfoods werden extrahiert und in Zellkultur-Experimenten auf ihre Wirksamkeit überprüft. Solche Experimente spiegeln jedoch nicht die Wirklichkeit in unserem Körper wider. Vielmehr ist unser Körper komplex und besteht aus vielen Mechanismen, die miteinander interagieren. Daher ist die Wirkung im Körper häufig eine andere und weitaus weniger effektiv.

  2. Kultivierung und Anbau: Trend-Foods werden in Massen angebaut und können dadurch die Umwelt sehr belasten. Zudem werden sie oft auf langen Transportwegen zu ihrem Bestimmungsort gebracht und sind dadurch nicht klimaneutral und erleiden einen Qualitätsverlust. 

Vor- und Nachteile von Superfoods im Überblick

In der nachfolgenden Tabelle haben wir die Pros und Kontras einiger Superfoods zusammengefasst:

Superfood

Das sagen Liebhaber

Das sagen Kritiker

Avocado

Die Pflanze ist reich an Kalium und daher wichtig für unseren Elektrolythaushalt. Außerdem enthalten Avocados gesunde Fette, die uns dabei helfen fettlösliche Vitamine wie A, K, E und D besser aufzunehmen.

Die Avocado ist alles andere als vegan. Vielleicht ist diese Aussage nicht ganz richtig, aber für die Kultivierung müssen Bienen quer durch das Land gefahren werden und dabei lange Transportwege in Kisten aushalten. 


Außerdem werden für unseren Konsum Tropenhölzer gerodet und der Wasserverbrauch nach der Ernte ist sehr hoch. Der Avocado Anbau ist daher alles andere als umweltfreundlich.

Blaubeeren

Die kleine blaue Beere hat besonders im Sommer ihre Saison. Sie schützt unser Gehirn vor Entzündungen und verbessert die Kommunikation zwischen Nervenzellen.

Auch Kritiker müssen zugeben, dass die Blaubeere viele wichtige Vitalstoffe enthält. Allerdings ist das Gerücht, dass wir durch den Verzehr allein schlanker werden, Quatsch. Dafür benötigen wir eine richtige Ernährung und ausreichend Bewegung. 

Chia

Chiasamen sind voll von essenziellen Fettsäuren und Spurenelementen wie Magnesium.

Chiasamen sollen 5-mal so viel Kalzium enthalten wie Milch. Das mag zwar auf 100 Gramm gerechnet stimmen, aber keiner von uns isst so viel Chiasamen an einem Tag. Mehrere Gläser Milch zu trinken, ist hingegen nicht unüblich. Die beschriebene Relation ist daher hinfällig.


Außerdem können zu viele Chiasamen zu Verstopfungen führen.

Eier

Auch Eier gehören zu unseren heimischen Superfoods. Jedes Ei enthält etwa 6 Gramm Protein und insgesamt 72 Kalorien. Sie enthalten alle neun essenziellen Aminosäuren und wichtige B Vitamine wie B2, B5 und B12.

Besonders die Haltung von Hühnern steht massive in der Kritik. Eine schlechte Tierhaltung führt zur Verminderung von gesunden Omega-3-Fettsäuren

Grünkohl

Grünkohl ist besonders reich an Antioxidantien, Kalzium und Eisen. Außerdem ist er eine gute Quelle für Ballaststoffe.

Zu viel Grünkohl ist nicht gesund. Der übermäßige Konsum des ballaststoffreichen Lebensmittels kann zu Blähungen und Bauchkrämpfen führen. Häufig ist das regionale Superfood mit Pestiziden verseucht. Achte deswegen beim Einkauf besonders auf gute Bio-Ware.

Lachs

Lachs ist besonders reich an Proteinen und Omega-3 Fettsäuren, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Störungen minimieren.

Egal ob Zucht- oder Wildlachs, beide ernten harte Kritik. Während der Wildlachs in einer Suppe von Plastikmüll und Insektiziden badet, enthält der Zuchtlachs extrem viel Fett. Beide können unsere Gesundheit negativ beeinflussen.

Moringa

Das Superfood gilt als die nährstoffreichste Pflanze der Welt. Moringasamen können sogar innerhalb von wenigen Sekunden dreckiges Wasser wieder sauber machen. Hinzu kommt, dass Moringa einen Vitamin-Cocktail vereint, den kein anderes Superfood aufweist: Calcium, Kalium, Magnesium, Schwefel, Phosphor und Natrium machen Moringa zu einer außerordentlich Nährstoffreichen Pflanze. Hinzu kommen die Vitamine A, B, C, E und K.


Mehr Informationen bekommst du in unserem Blogbeitrag „Moringa Oleifera – Alles, was du über den Wunderbaum wissen musst“.

Die Nährwerte von Moringa Oleifera können stark variieren und sind abhängig von Kultivierung und Herkunftsland.


Kritiker werfen dem Superfood vor, dass es mit Schwermetallen und Bakterien verseucht sein kann. Wir von Maluwa lassen unser Superfood Moringa daher schonend bearbeiten und trocknen. Der Nährstoffgehalt bleibt dadurch in hoher Konzentration erhalten. Außerdem stellen wir sicher, dass unser Superfood vollkommen rein und nicht verunreinigt ist, indem wir jede Charge des Produkts im Labor testen lassen. So bekommst du nährstoffreiches Moringa für dein Geld und keine minderwertige Ware.

Sojamilch

Sojamilch ist eine gute Quelle für veganes Protein. Häufig wird sie mit Calcium angereichert und ist deshalb gut für die Knochen.

Herbe Kritik erntet die Sojamilch, weil ihre sekundären Pflanzenstoffe, dem menschlichen Östrogen sehr ähnlich sind. Bei Schilddrüsenproblemen kann das Superfood Sojamilch die Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen mindern.

 

Kleine Beeren mit starker Wirkung - Maluwa SuperfoodsGesund und lecker, kleine Super-Beeren.

Probiere und studiere

Die Art wie wir uns ernähren, hat große Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Daher kann sich der Konsum von bestimmten Superfoods bei uns unterschiedlich auswirken. Superfoods haben zudem den Vorteil gegenüber Nahrungsmittelergänzungen, dass es sich um eine Kombination an wichtigen Nährstoffen handelt, die sich gegenseitig unterstützen.

Beachten sollten wir jedoch, wo unser Superfood herkommt und wie es hergestellt wurde. Denn im schlimmsten Fall essen wir zwar das Wundermittelchen, nehmen aber gleichzeitig eine hohe Dosis an Schadstoffen in unseren Körper auf. Abhilfe verschaffen gut getestete und qualitativ hochwertige Superfood Produkte mit entsprechenden Zertifizierungen. So bekommt dein Körper, was er braucht.

Love Superfoods.

 

Coverbild von Wendy Wei

 

Hannah Doths, Redakteurin bei Inara schreibt

 Über die Redaktion

Hannah Doths ist Onlineredakteurin bei Inara schreibt. Texte mit Aussagekraft sind ihr Spezialgebiet. Mit Adleraugen macht sie jeden noch so kleinen Fehler ausfindig und garantiert Qualität mit einem einzigartigen Twist.


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